Unsere Mannschaft

Aktuell besteht unsere Einsatzabteilung aus 50 aktiven Feuerwehrdienstleistenden. Darunter befinden sich bereits sieben Frauen. Neben der Bewältigung von Einsätzen leistet die Einsatzabteilung auch zahlreiche Übungs- und Ausbildungsstunden sowie technische Dienste ab. Dabei gilt es sowohl Technik und Gerät zu pflegen als auch sich stetig weiterzubilden. Handgriffe und Abläufe werden ständig geübt und verbessert, um im Ernstfall bestens gerüstet zu sein.

Einmal im Monat finden unsere Übungs- und Ausbildungsveranstaltungen immer freitags um 18:30 Uhr statt. Alle zwei Monate treffen wir uns zusätzlich montags zum Technischen Dienst. Dort werden Technik und Geräte gepflegt sowie unser Gerätehaus gereinigt und aufgeräumt. Natürlich kümmern wir uns auch um unseren Zusammenhalt und unser zwischenmenschliches Zusammenleben durch Kameradschaftsabende. Außerdem arbeiten wir Hand in Hand mit dem Feuerwehrverein und nehmen an den Vereinsveranstaltungen teil, da alle aktiven Feuerwehrmitglieder automatisch auch dort als Mitglied geführt werden. 

Eine Voraussetzung für die aktive Teilnahme am Feuerwehrdienst ist eine abgeschlossene Grundausbildung (MTA - modulare Truppausbildung). Diese wird in regelmäßigen Abständen zentral für uns und alle Dettelbacher Ortsteile angeboten. Sie vermittelt den angehenden Feuerwehrleuten die notwendigen Grundtätigkeiten sowie das nötige Basiswissen für den Einsatz. Eine weitere Voraussetzung ist das Alter: Eine aktive uneingeschränkte Teilnahme an Einsätzen ist erst nach dem vollendeten 18. Lebensjahr möglich. Mitglieder der Jugendgruppe dürfen allerdings ab dem vollendeten 16. Lebensjahr an Einsätzen außerhalb des Gefahrenbereichs teilnehmen, um einen Eindruck von den vielfältigen Tätigkeiten und Aufgaben der Feuerwehr zu gewinnen.

Lust auf ein brandheißes Hobby mit starkem Zusammenhalt? Dann sei dabei!

 

Nach der Grundausbildung (MTA) haben die Kameradinnen und Kameraden die Möglichkeit aufbauende Lehrgänge und Sonderausbildungen für die Tätigkeit in einzelnen Fachgruppen zu absolvieren. Während dieser Sonderausbildungen erlernen die Einsatzkräfte die Fertigkeiten der jeweiligen Fachgruppe, um besondere Aufgaben im Einsatz wahrnehmen zu können.


 

Fachgruppe Atemschutz

 Der Angriffstrupp im EinsatzDie Atemschutzgeräteträger bilden den Angriffstrupp im Brandfall. Sie sind diejenigen, die Menschen, Tiere sowie Hab und Gut aus brennenden Objekten retten und das Feuer an vorderster Front bekämpfen. Aber nicht nur bei Gebäudebränden kommen die Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Sie werden auch bei Wiesen-, Acker-, Flächen- sowie Fahrzeugbränden eingesetzt. Denn auch hier entstehen gesundheitsschädliche und giftige Rauchgase, vor denen sich die Einsatzkräfte schützen müssen.

Die Atemschutzgeräteträger müssen sich nicht nur in verrauchten Brandobjekten mit einer Sicht von nahezu Null zurechtfinden und das Feuer bekämpfen, sondern im Fall der Fälle auch in der Lage sein, Personen zu retten, mögliche Gefahren sofort richtig zu deuten und zusätzlich auf rasche Lageänderungen reagieren zu können. Hinzu kommt die körperliche Belastung: Alleine die persönliche Ausrüstung wiegt an die 20 kg. Im Einsatz müssen zusätzlich eine Menge Schläuche und Armaturen bis zum Brandherd gezogen, geschleppt und getragen werden.   

Die Handgriffe müssen blind sitzen.Um den anspruchsvollen Aufgaben gewachsen zu sein, üben die Atemschutzgeräteträger mehrmals im Jahr ihr Handwerk. In den Sonderübungen wird der Umgang mit den Atemschutzgeräten, Taktik, Technik und Vorgehen regelmäßig trainiert, damit im Ernstfall jeder Handgriff blind sitzt.

Aufgrund der körperlichen Anforderungen muss ein Atemschutzgeräteträger eine bestimmte gesundheitliche Eignung aufweisen. Dieser körperliche Belastungstest für den Atemschutzeinsatz, G26.3 genannt, muss in regelmäßigen Abständen bei einem Facharzt absolviert werden. Zusätzlich zur körperlichen Eignung muss der Atemschutzgeräteträger-Lehrgang bestanden werden. In diesem Lehrgang lernen die Teilnehmer den Umgang mit den Geräten und das wichtige Basiswissen im Einsatz.

Da es sich bei den Atemschutzgeräten um High-Tech-Geräte handelt, von denen die Gesundheit der Geräteträger abhängt, werden die Geräte ständig geprüft, gewartet und gereinigt. Für diese Tätigkeiten sind die Atemschutzgerätewarte zuständig. Sie bilden den Kopf der Fachgruppe Atemschutz. Mit ihrer Zusatzausbildung zum Atemschutzgerätewart sind sie befugt, die Geräte zu warten und zu reinigen. Dabei werden nochmals viele freiwillige Stunden aufgebracht, um die Atemschutzmasken nach jedem Gebrauch zu reinigen, zu desinfizieren und zu prüfen. Kleine Stärkung nach dem Einsatz. Auch die Pressluftflaschen müssen nach dem Gebrauch selbstverständlich wieder befüllt werden. Dabei sind die Atemschutzgerätewarte der Stadt Dettelbach nicht nur für unsere Wehr, sondern auch noch für die Ortsteile, welche über Atemschutz verfügen, zuständig. Dies sind die Feuerwehren aus Bibergau, Euerfeld, Effeldorf und Schernau.

 

Für diese Arbeiten steht unseren drei Atemschutzgerätewarten eine moderne Atemschutzpflegestätte zur Verfügung. Dort findet man neben einer Füllstation mit Kompressor auch einen Maskenprüfkopf und spezielle Waschbecken und Trockner zur Reinigung und Desinfektion der Masken nach dem Einsatz. Auch sämtliche organisatorische Tätigkeiten und die Dokumentation können von hier aus erledigt werden. 


 

Fachgruppe Fahrzeugmaschinisten

Der Maschinist bei der Abnahme der Leistungsprüfung.Mit abgeschlossener Ausbildung zum Maschinisten in Verbindung mit einem Führerschein der Klasse C oder CE ist der Feuerwehrmann oder die Feuerwehrfrau in der Lage, die Fahrzeuge über 3,5 t zu fahren und zu steuern. Zu den Aufgaben des Maschinisten zählt neben dem Fahren des Fahrzeuges auch das Bedienen der Feuerlöschkreiselpumpe und Stromerzeuger am Fahrzeug.

Auch für die Maschinisten finden mehrmals im Jahr spezielle Übungen, sogenannte „Maschinistenübungen“, statt. Hier wird regelmäßig die Handhabung und Bedienung der Systeme und des Fahrzeuges wiederholt und geübt. Zusätzlich lernen die Maschinisten eine Menge an technischem Wissen rund um die Fahrzeuge und Geräte. So sind sie auch in der Lage, Störungen und Fehler an den Systemen zu erkennen und zu beheben. 

 

 

 


 

Fachgruppe Bootsführer

Die Bundeswasserstraße Main dient nicht nur als Transportweg für unzählige Stoffe und Güter, sondern bietet auch zahlreiche Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Neben dem Main gehört ein sehr beliebter und großer Baggersee zu den Wassergebieten Dettelbachs. Vor allem in den Sommermonaten besuchen viele Angler und Badegäste den See. Um für die Sicherheit auf den Gewässern zu sorgen, gibt es die Dettelbacher Wasserwacht. Sie ist vor allem bei der Menschenrettung direkt vor Ort und der kompetente Profi.

Doch zur Abwehr von Wasserverschmutzungen und auch zur Unterstützung der Wasserwacht bei der Menschenrettung gehört seit einigen Jahren ein Rettungsboot zum Fuhrpark unserer Wehr. Das Boot dient als erster Angreifer für Einsätze auf dem Main bis die Wasserwacht einsatzbereit ist. Auch ist es möglich, Ölschäden oder andere Verunreinigungen der Wasserflächen in Verbindung mit weiterem Gerät effizient zu bekämpfen. Mittlerweile hat sich das Boot schon bei einigen Einsätzen auf dem Main bewährt. 

Bewegungsfahrt auf dem Altmain

Da für das Steuern des Motorbootes ebenfalls ein Führerschein notwendig ist, wird dieser in regelmäßigen Abständen für unsere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden angeboten. Die Kameraden, welche im Besitz der Fahrerlaubnis für Motorboote sind, bilden die Fachgruppe der Bootsführer. Auch sie üben einige Male im Jahr den Umgang mit dem Boot. Hierzu zählt vor allem die Ortskenntnis über die Einlassstellen, an welchen es möglich ist unser Boot zu Wasser zu lassen, aber natürlich auch das Führen und Fahren des Bootes.