Das Konzept

Die Arbeit in der Jugendfeuerwehr ist weit mehr als reine Feuerwehrausbildung. Sie ist vielmehr eine modern und abwechslungsreich gestaltete Jugendarbeit unter der Anwendung zahlreicher fachlicher und pädagogischer Methoden. Den Ansatz unseres Ausbildungskonzeptes haben wir hier nochmals kurz zusammengefasst:

 

Die Grundidee

Jeder kennt es: Schier unendlich langweilige Schulstunden, in denen das Wissen in einem frontalen Monolog des Lehrers herabprasselt. Auch in der Feuerwehrausbildung, vor allem in den kalten Wintermonaten, gehörte dies lange Zeit zur Standard-Unterrichtsmethode und wird teilweise in manchen Feuerwehren auch heute noch so angewandt.

Denkt man nun an seine eigene Schulzeit zurück, kann man sich den Erfolg eines solchen Unterrichtes selbst zusammenreimen. Hatte man in der Stunde aufgepasst, könnte man anhand des vermittelten Wissens beinahe mit dem Ingenieurstudium abschließen, aber sind wir ehrlich: Eine komplette Stunde aufpassen konnten nur die wenigsten und die Begeisterung nach solchen Stunden hielt sich definitiv in Grenzen. 

Schnell war den Verantwortlichen in der Jugendfeuerwehr klar: So soll es bei unseren Jugendübungen nicht ablaufen! Also machte man sich bereits früh Gedanken über eine interessante und sinnvolle Unterrichtsgestaltung unter der Berücksichtigung moderner Lernmethoden.

Praxis und Vermittlung von Handlungskompetenz anstatt Theorie.​Der Mensch lernt am besten dadurch, indem er Dinge selbst tut. Aus diesem Grund war es das Ziel, weg von der theoretischen Ausbildung zu kommen und so viel wie nur möglich ist in Praxiseinheiten zu packen. Die dem gesamten Ausbildungskonzept der Jugendfeuerwehr zugrundeliegende Fragestellung lautete daher: "Wie können wir es schaffen, einen interessanten und hocheffizienten Unterricht zu gestalten, um den Jugendlichen auf der einen Seite eine Abwechslung zum stressigen Schulalltag und ein lustiges Freizeitangebot zu bieten und sie auf der anderen Seite bestmöglich an die Feuerwehr zu binden?"

 

Spiel, Spaß, Action und Gemeinschaft

Spielerisch lernen die Jugendlichen den Umgang mit den Gerätschaften kennen.Aus der zentralen Fragestellung entwickelte sich nach und nach unser individuelles Ausbildungskonzept, das mittlerweile bereits seit einigen Jahren erfolgreich angewandt wird. Getreu unserem Motto: "Spiel, Spaß, Action und Gemeinschaft" steht die spielerische und aktive praktische Mitarbeit sowie der Spaß aller Beteiligten im Vordergrund. Durch die Integration von zahlreichen Spielen, Gruppenarbeiten, kleineren Aufgaben und weiterer moderner Ausbildungsmethoden ist es uns heute möglich, beinahe vollständig auf Theorieübungen und trockene Fahrzeugkunde zu verzichten. 

Die Jugendlichen haben dadurch viel mehr Spaß und Freude an den Übungseinheiten und arbeiten auch besser mit. Durch das positive Lernumfeld und die spielerische Vermittlung von Praxiskenntnissen behalten die Jugendlichen die Dinge deutlich länger im Kopf und lernen einfacher. Den hervorragenden Wissensstand und ihre erlernten Fähigkeiten stellen unsere Jugendlichen jährlich bei der Abnahme des Wissenstests und der Jugendflamme unter Beweis. Der Erwerb von Abzeichen als besonderer Anreiz für die Jugendlichen.

 

Erweiterung des Konzeptes

Ab dem Jahr 2018 wird das Konzept sogar noch erweitert: Um noch gezielter auf die einzelnen Altersstrukturen und Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen zu können, ist die Gruppe seit Beginn des Jahres in zwei nach Alter getrennten Ausbildungsgruppen aufgeteilt. Während die "Älteren" bereits fleißig, aber immer noch spielerisch, auf die Feuerwehrgrundausbildung hinarbeiten, gestaltet sich die Ausbildung bei den "Jüngeren" in jede Menge Spiel, Spaß und Action. 

Damit der Gemeinschaftsaspekt nicht zu kurz kommt, finden natürlich auch weiterhin gemeinsame Veranstaltungen statt. So ist auch für den Austausch der beiden Jugendfeuerwehrgenerationen bestens gesorgt.