Großbrand bei Recyclingbetrieb
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus Dettelbach, Schwarzenau, Stadtschwarzach und Mainstockheim stand ein größerer Schrotthaufen in Vollbrand. Die massive Rauchsäule war bereits kilometerweit sichtbar.
Der erste Einsatzschwerpunkt lag darin, eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Es bestand die Gefahr eines Übergreifens auf das unmittelbar angrenzende Waldgebiet sowie eine angrenzende Firmenhalle. Dort waren zahlreiche Gasflaschen und weitere brennbare Materialien gelagert. Mit einem sofort eingeleiteten Löschangriff über das Wenderohr der Dettelbacher Drehleiter, einen mobilen Wasserwerfer sowie einem B-Strahlrohr konnte eine Brandausbreitung in der ersten Phase erfolgreich verhindert werden.
Eine besondere Herausforderung stellte in der Anfangsphase die Sicherstellung der Wasserversorgung dar. Zur Unterstützung wurden weitere Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis alarmiert. Mit mehreren Tanklöschfahrzeugen wurde im Pendelverkehr eine ausreichende Löschwasserversorgung sichergestellt.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden zusätzlich Kräfte zur Schadstoffmessung sowie zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt. Über mobile Lautsprecherdurchsagen wurden die Anwohner der angrenzenden Wohngebiete gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die durchgeführten Messungen ergaben jedoch keine kritischen Werte, sodass zeitnah Entwarnung gegeben werden konnte. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt!
Im weiteren Einsatzverlauf wurde der Schrotthaufen mithilfe zweier firmeneigener Bagger schrittweise abgetragen, um die immer wieder aufflammenden Glutnester gezielt erreichen und ablöschen zu können. Zusätzlich kamen die Drehleiter der Feuerwehr Kitzingen sowie weitere Strahlrohre zum Einsatz.
Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte verschiedener Blaulichtorganisationen aus dem Landkreis sowie die Berufsfeuerwehr Würzburg an der Einsatzstelle tätig.
Die Brandursache ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die letzten Dettelbacher Einsatzkräfte konnten nach rund acht Stunden Einsatzdauer gegen 17:00 Uhr die Rückfahrt zum Gerätehaus antreten. Zur Stunde (18:00 Uhr) laufen noch Reinigungsarbeiten sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.
| Einsatzart | Brand |
|---|---|
| Einsatzstart | 16. Juni 2026 08:52 |
| Einsatzdauer | 8 Stunden |
| Fahrzeuge | MZF |
| LF 20 | |
| LF 16/20 | |
| DLA(K) 23/12 | |
| GW-L1 | |
| Alarmierungsart | Funkmeldeempfänger, Handyalarmierung |