Gerätehaus

Unsere Heimat ist das in 1965 erbaute Feuerwehrgerätehaus in der Kolpingstraße. Eine dringend notwendige Generalsanierung mit einer Erweiterung erhielt das Gebäude im Jahre 2012.

Der Altbau vor dem Umbau Die Einsatzkleidung unmittelbar neben den Fahrzeugen. Kaum ein Durchkommen zwischen den Fahrzeugen. 

 

Enorme Platzprobleme, nicht mehr zeitgemäße Sicherheitsstandards und bauliche Gegebenheiten sorgten bereits im Jahr 1996 für den ersten Antrag auf einen Neubau bzw. eine Sanierung unseres Gerätehauses. Nach einer ausführlichen Analyse verschiedener Konzepte und Standorte einigte man sich schließlich auf eine Generalsanierung mit Umbau des seit 1965 bestehenden Altbaus und einer Erweiterung um drei Stellplätze. Nach der Planungsphase erfolgte im Jahr 2010 der Startschuss für die Umbauarbeiten. Dabei leisteten unsere Kameradinnen und Kameraden einen beträchtlichen Anteil an Eigenleistung. In zahlreichen ehrenamtlichen Arbeitsstunden wurde der Altbau entkernt, umgebaut und renoviert sowie alle selbständig leistbaren Tätigkeiten ausgeführt. Im Jahre 2012 konnte das Gebäude fertiggestellt und feierlich eingeweiht werden. Seitdem steht uns modernste Technik und genügend Raum für die Erfüllung unserer Aufgaben zur Verfügung. Zu den technischen Besonderheiten des Gebäudes zählt eine rundum Kameraüberwachung und ein intelligentes Alarmsystem mit internem Alarmgong, automatischem Start der Abgasabsauganlage und der Beleuchtung sowie eine automatische Türöffnungsfunktion. 

 

Atemschutz-Pflegestelle

Eine der größten Neuheiten und das Herzstück des Gebäudes ist die Atemschutz-Pflegestelle. Hier werden nicht nur unsere Atemschutzgeräte, Lungenautomaten und Masken gewartet, instandgehalten und geprüft, sondern auch sämtliche Geräte unserer Ortsteile.

Atemschutz

Ausgerüstet ist die Werkstatt mit einem Reinigungs- und Trocknergerät zum Reinigen und Desinfizieren sämtlicher Atemschutzmasken und Lungenautomaten nach dem Einsatz, einer Flaschenfüllanlage mit Kompressor, einem Prüfkopf für Masken und einem PC für Verwaltungsarbeiten.

Mit dieser Ausrüstung können die meisten anfallenden Arbeiten selbst erledigt werden, lediglich umfangreichere Arbeiten wie z.B. Reparaturen oder größere Arbeiten müssen extern durch die Firma Dräger oder die zentrale Atemschutzwerkstatt des Landkreises in Iphofen durchgeführt werden.

Dank der eigenen Atemschutz-Pflegestelle ist eine schnelle Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft und eine Garantie auf jederzeit einwandfreie Technik gewährleistet. Außerdem erspart die Pflegestelle eine Menge Zeit und Kilometer für unsere Atemschutzgerätewarte. Diese mussten vor der Einrichtung des Raumes nämlich für jede Flaschenfüllung und Prüfung nach der Benutzung eines Gerätes den Weg nach Iphofen auf sich nehmen. Außerdem wird die für den Landkreis Kitzingen zuständige zentrale Atemschutzwerkstatt in Iphofen durch die eigenständige Abwicklung der meisten Tätigkeiten entlastet.

 

Fahrzeughalle und Einsatzmittellager

Die Fahrzeughalle besteht aus jeweils drei Stellplätzen im Alt- und im Neubau. Die Umkleidekabinen liegen zentral zwischen beiden Hallen, sodass sämtliche Fahrzeuge schnell erreicht werden können. Alle Stellplätze sind mit Bodenmarkierungen, Ladeerhaltungen für Strom und Druckluft sowie modernen Absaugvorrichtungen für die entstehenden Fahrzeugabgase ausgerüstet.

Die Fahrzeughalle mit Einsatzmittellager.

Im Altbau befinden sich die Stellplätze für unsere Kleinfahrzeuge. Das Mehrzweckfahrzeug, das Rettungsboot, der Anhänger und der Gabelstapler finden hier ihren Platz. Hinter den Stellplätzen befindet sich die Atemschutz-Pflegestelle, eine Funkwerkstatt, Sanitärräume sowie eine Werkstatt.

Im Neubau findet neben den Stellplätzen für unsere drei Großfahrzeuge auch die Schlauchpflege-Anlage sowie ein Regallager für Einsatzmittel und Einsatz-Verbrauchsmaterial Platz. Im Regallager sind eine umfangreiche Ausrüstung für Hochwasser- und Unwettereinsätze sowie Reserveausrüstung und eine große Menge an Ölbindemittel gelagert.

 

Übergabeschleuse und Lagerraum

Im Frühjahr 2018 wird auch ein in Eigenregie errichteter Anbau hinter der neuen Fahrzeughalle fertiggestellt sein. Neben einem Vereins- und Betriebsmittellager wird hier auch eine Übergabeschleuse für die Ortsteilfeuerwehren eingerichtet. Dies wurde aufgrund der wachsenden Aufgaben und Dienstleistungen, die unsere Wehr für die Ortsteilfeuerwehren leistet, notwendig, um einen effektiven und zeitsparenden Übergabeprozess zu gewährleisten. Die Ortsteilfeuerwehren können nun jederzeit selbständig gebrauchte Gerätschaften anliefern oder fertig Geprüftes abholen, ohne dass Personal unsererseits anwesend sein muss.

 

Umkleideräume

Nach Geschlecht getrennte Umkleiden

Vor dem Umbau des Gerätehauses mussten sich unsere Kameradinnen und Kameraden unmittelbar neben den Fahrzeugen in der Fahrzeughalle umziehen. Dies war vor allem wegen der beengten Platzverhältnisse eine gefährliche Angelegenheit. Zudem gab es damals keine Filter- und Absaugvorrichtungen für die entstehenden Fahrzeugabgase. Somit waren nicht nur die Einsatzkleidung, sondern auch unsere Kameradinnen und Kameraden den giftigen Abgasen ausgesetzt.

Mit dem Umbau änderte sich die Situation: Nun stehen für Damen und Herren getrennte Umkleideräume zur Verfügung. Jedes Feuerwehrmitglied hat seinen eigenen verschließbaren Spind zur Lagerung von persönlichen Gegenständen und ausreichend Platz beim Umziehen. 

 

 

Schlauchpflege und Schlauchlager

Mit dem Umbau 2012 wurde auch der altgediente Schlauchturm mit Reinigungstrog durch eine moderne vollautomatische Schlauchwasch- und Pflegeanlage ersetzt.

 Schlauchpflege und Schlauchlager​Auf der Schlauchpflegeanlage werden nicht nur unsere Schläuche, sondern auch sämtliche Schläuche der Ortsteilfeuerwehren nach der Benutzung gereinigt, gepflegt und geprüft. Zudem befindet sich unser Schlauchlager in unmittelbarer Nähe zur Anlage. Dort lagern saubere und geprüfte Schläuche. So kann gebrauchtes Material sofort und ohne Zeitverlust getauscht und die Einsatzbereitschaft nach jedem Einsatz schnell wiederhergestellt werden.

 

 

Einsatzzentrale

Die EinsatzzentraleDie Einsatzzentrale dient neben der Verwaltung der Haustechnik auch als Schnittstelle zwischen der Integrierten Leitstelle Würzburg und den Feuerwehreinheiten direkt vor Ort bei Großschadenslagen und Unwetterereignissen. Sie ist als Standort für die örtliche Einsatzleitung vorgesehen und fungiert als zentraler Ansprechpartner und als zentrale Koordinationsstelle. Ausgestattet ist der Raum mit einem Funktisch, bestehend aus verschiedenen Funkgeräten, einem PC mit Drucker und verschiedenen Landkarten und Lageplänen. 

 

Werkstätten

Die Werkstatt

Auch bei uns fallen Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten an. Dazu verfügen wir über eine Funkwerkstatt, speziell für die Unterhaltung unserer Kommunikations- und Alarmierungsmittel, sowie über eine Allgemeinwerkstatt mit angrenzendem Magazin. Von Schreiner- und Maler- bis zu Metall- und Schlossertätigkeiten werden hier sämtliche Arbeiten durchgeführt. Vorwiegend sind unserer Gerätewarte in der Werkstatt anzutreffen.

Die Funkwerkstatt ist das Zuhause unseres Funkgerätewartes. Zu seinen Aufgaben gehört das Überprüfen und Aufladen sämtlicher Akkus und akkubetriebener Geräte, von der Digitalkamera bis hin zu Handlampen und Verkehrsabsicherungsmaterial sowie die Verwaltung und Reparatur der Funkmeldeempfänger. Die Funkwerkstatt dient auch als Lager für Ersatzakkus und Ersatzfunkgeräte (Analogfunk).

 

Schulungsraum, Büro und Küche

Der Schulungsraum mit historischer Vitrine.

Über der alten Fahrzeughalle befinden sich unsere Sozialräume. Unser Schulungsraum bietet modernste Technik für die theoretische Ausbildung. Durch einen mobilen Raumtrenner kann der Schulungsraum in wenigen Minuten in zwei Räume unterteilt werden. Dies ist vor allem für Gruppenarbeiten oder zeitgleiche Veranstaltungen von großem Vorteil. Über eine Wendeltreppe gibt es außerdem einen direkten Zugang zur Fahrzeughalle. Direkt an den Schulungsraum grenzt unsere Küche an. Dort können Getränke erworben und Speisen aller Art zubereitet werden.

Im Büro werden sämtliche organisatorische und verwaltungstechnische Angelegenheiten erledigt. Neben den Kommandanten arbeiten auch die Vereinsverantwortlichen und die Jugendwarte sehr häufig dort. Zusätzlich zu den Akten und Archivablagen ist das Büro mit zwei Schreibtischen, einem Profi-Kopiergerät, einem PC mit Drucker und mit sämtlichem Büromaterial ausgestattet.