Flächendeckender Stromausfall: Blackout-Übung im Gemeindegebiet
Beteiligt waren alle Feuerwehren im Gemeindegebiet sowie der städtische Bauhof, die Stadtwerke und die Stadtverwaltung. Ziel der Übung war es, das bestehende Konzept unter möglichst realistischen Bedingungen zu erproben, mögliche Schwachstellen aufzudecken und Verbesserungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Lichtpunkte, Kommunikation und klare Abläufe
Ein wesentlicher Bestandteil der Übung war der Aufbau der sogenannten Lichtpunkte. Darüber hinaus wurden Kommunikationswege erprobt, die auch bei einem Ausfall der regulären Stromversorgung funktionieren. Ebenso standen die organisatorischen Abläufe und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen im Mittelpunkt.
Lichtpunkte: Anlaufstellen für die Bevölkerung
Die Feuerwehrhäuser in den einzelnen Ortsteilen übernehmen im Notfall die Funktion von Lichtpunkten. Sie dienen als zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung, um Notfälle jeglicher Art zu melden oder Hilfe bei Problemen anzufordern. Das kann beispielsweise notwendig sein, wenn Menschen auf Strom für lebenserhaltende medizinische Geräte angewiesen sind oder andere dringende Unterstützung benötigen.
Alle Dettelbacher Feuerwehrhäuser sind über einen Kommunikationsweg miteinander verbunden. So können Informationen auch dann weitergegeben werden, wenn herkömmliche Kommunikationsmittel nicht mehr zur Verfügung stehen.
Zentrale Koordination im Feuerwehrgerätehaus Dettelbach
Im Feuerwehrgerätehaus Dettelbach laufen die Informationen aus den einzelnen Ortsteilen zusammen. Dort übernimmt die Einsatzleitung die zentrale Koordination. Eingehende Notfälle werden erfasst, kategorisiert und nach ihrer Dringlichkeit priorisiert. Anschließend werden die benötigten Einsatzmittel disponiert.
Ein enger Austausch mit dem Krisenstab der Stadtverwaltung und dem städtischen Bauhof ist dabei unverzichtbar.
Der Bauhof sichert die Versorgung kritischer Infrastruktur
Auch der städtische Bauhof spielt im Blackout-Konzept eine wichtige Rolle. Seine Hauptaufgabe besteht darin, kritische Infrastruktur mit Strom zu versorgen. Damit soll sichergestellt werden, dass wichtige Einrichtungen und Systeme auch bei einem länger andauernden Stromausfall möglichst lange funktionsfähig bleiben.
Wärmepunkte als Schutz für die Bevölkerung bei längeren Stromausfällen
Neben den Lichtpunkten sieht das Konzept auch sogenannte Wärmepunkte vor. An festgelegten Orten, beispielsweise in der Maintalhalle, sollen der Bevölkerung Möglichkeiten zum Aufwärmen und gegebenenfalls zum Übernachten zur Verfügung stehen.
Damit umfasst das Notfallkonzept nicht nur die Organisation der Gefahrenabwehr, sondern berücksichtigt auch die unmittelbaren Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger bei einem länger andauernden Stromausfall.
Weitere Informationen stellt auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zur Verfügung.Die Broschüre unterstützt Sie dabei und zeigt Ihnen, wie Sie Extremsituationen möglichst sicher meistern.
Unter https://www.dettelbach.de/aktuelle-ereignisse/vorsorge-fuer-krisen-und-katastrophen/ gelangen Sie zur Broschüre "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" des Bundeamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.